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Bezugsleistung PV-Anlagen unter 1 MW: Vorteile für Dachprojekte

Die Energiewende erfordert nicht nur den Ausbau von Photovoltaikanlagen, sondern auch effiziente Speicher- und Netzstrategien. Besonders bei Anlagen mit integriertem Batteriespeicher spielt die sogenannte Bezugsleistung eine zentrale Rolle. In diesem Artikel werfen wir einen Blick darauf, warum Dachanlagen mit einer Leistung unter 1 MW schneller die Bezugsleistung erhalten als große Freiflächenprojekte – und wie daraus ein klarer Wettbewerbsvorteil entsteht.

Was ist die Bezugsleistung bei PV-Anlagen?

Die Bezugsleistung beschreibt die maximal zulässige Leistung, mit der Strom aus dem Netz bezogen werden darf, etwa um Batteriespeicher in Zeiten niedriger Marktpreise zu füllen. Sie ist entscheidend für Modelle wie das Graustromspeichertrading, bei dem Strom zu günstigen Preisen geladen und zu Spitzenzeiten verkauft wird.

Schnellere Genehmigung für Dachanlagen unter 1 MW

Laut aktuellen Gesetzesanpassungen (Solarpaket I, 2024) profitieren kleinere PV-Anlagen unter 1 MW von vereinfachten Antragsprozessen für Netzanschluss und Bezugsleistung:

  • Vereinfachter Netzanschluss: Für Anlagen bis 30 kW gelten besonders einfache Prozesse.
  • Schnellere Bearbeitungszeiten: Netzbetreiber erteilen für Anlagen unter 1 MW in der Regel deutlich schnellere Zusagen.
  • Planungssicherheit: Bei Dachanlagen wird die Bezugsleistung oft bereits in der Trafostationsplanung mitberücksichtigt, was Genehmigungen beschleunigt.

Warum ist das für Investoren relevant?

PV-Anlagen auf Dächern ermöglichen nicht nur eine schnellere Inbetriebnahme, sondern auch frühzeitige Einnahmen durch intelligentes Speichertrading. Besonders in Sommermonaten mit Netz-Überkapazitäten und im Winter bei geringer PV-Produktion bieten solche Speicherstrategien attraktive Zusatzerlöse.

Ein Vergleich mit Freiflächenanlagen

Während große Freiflächenanlagen höhere Produktionskapazitäten haben, sind sie komplexer in der Netzplanung. Die Beantragung der Bezugsleistung kann mehrere Monate dauern, was den Markteintritt verzögert. Im Gegensatz dazu können Dachanlagen mit Speicher unter 1 MW oft sofort mit dem Graustromspeichertrading starten.

Zukunftsperspektive und Strategie

Ab 2026 wird bei 90 % aller neuen Dachanlagen standardmäßig ein Speicher integriert. Diese Strategie sichert nicht nur die Teilnahme am regulierten Stromhandel, sondern erlaubt bei zukünftigem Marktwechsel auch den Rückweg ins reine Grünstrommodell.

Fazit

Wer heute in Photovoltaik investiert, sollte die Bezugsleistung als strategischen Faktor ernst nehmen. Gerade kleinere Dachanlagen unter 1 MW bieten aufgrund gesetzlicher Erleichterungen und schnelleren Netzprozessen einen echten Vorteil gegenüber großflächigen Anlagen. Das macht sie zur attraktiven Wahl für Investoren, die auf Flexibilität, Geschwindigkeit und maximale Rendite setzen.

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